Funkfernschreiben und Datenübertragung

und: JA!  es gab ein Leben vor FT8 und Co.!

Der TONO Theta 7000e
war mein erster Nachrichtencomputer.
Sehr zur Freude meiner Frau, die sich nie an das rattern der mechanischen Lorenz und Siemens Fernschreiber gewöhnen konnte :-)

Wer noch einmal blättern möchte:
Hier eine Betriebsanleitung für dieses High Tech Gerät der 80er Jahre.
Morse code, Baudot RTTY, and ASCII waren die Betriebsarten. 7 Speicher konnten je 64 Zeichen fassen. 53 Zeichen fasste der Keyboard Speicher. Ein ungeahnter Komfort!

Diese Speicher und Anschlußmöglichkeiten klangen 1981 wie ein Märchen. Wer denkt in heutiger Terra- und Gigabitezeit noch an einen 480! Zeichen Speicher?


Der LORENZ LO-133 Fernschreiber. RTTY vom Feinsten.

Mit Lochstreifensender und Empfänger spielte er mit dem Selbstbaukonverter (nach DJ6HP) im Amateurfunk "alle Stückerln" Noch heute können die Computerprogramme 170 shift /45,45 baud.

Trotz umfangreicher Schalldämmung brachten die Kästen die Erde zum Beben, wenn die Lochstreifen durchrauschten. RTTY mechanisch - DA hatte man was vom Funkbetrieb! Nur Löschfunkensender waren schöner.
Nachrichtendienste, Wetterberichte usw. - Damals waren noch viele Sender unverschlüsselt zu empfangen

LORENZ 133 automatik

 

5 Bit Baudot, Blattschreiber, Typenkorbdrucker
Geschwindigkeit 50 - 75 Baud
In Deutschland war er der Hauptwettbewerber
des Siemens T100 ... Der Lo133 Automatik war
mit automatischer Buchstaben-Ziffern-Umschaltung   

Mechanischer Fernschreiber in Betrieb


Mein zweites Schmuckstück war ein Siemens T-100
und mein ganzer Stolz. Jetzt konnten 2 Maschinen verschiedene Aussendungen empfangen. Das war fast die erste Ehekrise ...
Hier ein Blattschreiber T 100 von Siemens mit Lochstreifensender (rechts vorne) im Fernmeldemuseum Aachen. Dieser Blattschreiber wurde im Jahr 1958 durch Siemens eingeführt.
Von meinem Gerät aus 1978 habe ich leider kein Foto mehr.

Der Fernschreiber war als modulares Gerät aufgebaut.

  • Links angebaut ein Streifenlocher zur Erzeugung eines Lochstreifens
  • darunter der transparente Auffangbehälter für die Reste der ausgestanzten Löcher
  • Rechts der optionale Lochstreifenleser, mit dem vorgefertigte Nachrichten mit maximaler Geschwindigkeit gesendet werden konnten.
  • Die Leertaste hat links und rechts die Umschaltung zwischen Buchstaben und Ziffern, dies ist notwendig durch den verwendeten  Baudot Code mit nur fünf Bit. Das Papier ist auf einer Endlosrolle angebracht.

DF2AR hatte 3 Fernschreibmaschinen in action! Neid :-)


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Danke Franz (DF2AR) für diese weiterführende Information.

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